Betroffen waren laut Creditreform auch grössere Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH.
Zahlen spiegeln Strukturwandel wider
Die aktuelle Entwicklung sei kein kurzfristiges Phänomen, sagt der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. «Bereits seit 2023 beobachten wir auch in dieser Branche ein erhöhtes Insolvenzgeschehen.» Die Zahlen spiegelten einen tiefgreifenden Strukturwandel wider.
Weil sich die Konsumgewohnheiten geändert hätten, gerate das klassische Bäckerhandwerk zunehmend unter Druck, so Hantzsch. «Viele Verbraucher, auch aus höheren sozialen Schichten, kaufen Backwaren heute an Backstationen im Supermarkt oder beim Discounter, häufig verbunden mit dem Wocheneinkauf.»
Traditionellen Fachgeschäften gehe so wichtige Laufkundschaft verloren. Vor allem kleinere, inhabergeführte Betriebe gerieten durch steigende Kosten, wachsenden Preiskampf und sparsame Konsumenten ins Hintertreffen, sagte Hantzsch./cr/DP/zb
(AWP)
