Der Iran müsse seine «ungerechtfertigten» Angriffe einstellen, hiess es weiter. Bahrain werde keine Kompromisse beim Schutz seiner Souveränität, Sicherheit und Bevölkerung eingehen.
Angriffe trotz geltender Waffenruhe
In der Nacht war es trotz geltender Waffenruhe in der Golfregion zu einer neuen Eskalation zwischen den USA und dem Iran gekommen. In Bahrain und Kuwait wurde am frühen Morgen Raketenalarm ausgelöst. Am Morgen wurde der Flugverkehr in Kuwait nach einer vorübergehenden Sperrung des Luftraums wieder aufgenommen, berichtete die Staatsagentur Kuna unter Berufung auf die Behörde für zivile Luftfahrt.
Nach Angaben des US-Militärs wurden sechs vom Iran auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen. Zuvor hätten US-Streitkräfte im Bereich der Strasse von Hormus vier iranische Drohnen abgewehrt und anschliessend im Iran Radarstellungen auf der dortigen Insel Qeschm und im Ort Goruk attackiert.
Iran nennt US-Stützpunkte als Ziel
Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - erklärten laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, man habe im Gegenzug Stützpunkte des Feindes in der Region attackiert. Das US-Militär wies iranische Behauptungen zurück, wonach in Bahrain das Hauptquartier der US-Marine im Nahen Osten beschädigt worden sei. Die Angaben beider Kriegsparteien liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Der Iran hatte zuvor schon mehrfach Geschosse auf Kuwait, Bahrain und andere Staaten am Persischen Golf gefeuert. Dort unterhält das US-Militär Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind.
(AWP)
