Der weltgrösste Schokoladenhersteller Barry Callebaut leidet unter einer mauen Konsumlaune ‌und ⁠hat daher nach einem Absatzrückgang seine Jahresziele ⁠eingedampft. Der Vorstand rechne nun für das bis Ende ‌August laufende Geschäftsjahr 2025/26 ‌mit einem Absatzminus von ​ein bis drei Prozent, wie der Schweizer Konzern am Donnerstag mitteilte.

Zuvor war Stagnation erwartet worden. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) ‌dürfte zudem im mittleren Zehner-Prozentbereich sinken. In den ersten sechs Monaten schrumpfte der Absatz um ​6,9 Prozent auf gut eine ​Million Tonnen. Als Gründe nannte ​der Vorstand neben einer geringeren Nachfrage auch Lieferunterbrechungen ‌und einen von Überkapazitäten geprägten Wettbewerb.

Während das bereinigte Ebit um 5,7 Prozent auf ​310,9 ​Millionen Franken zurückging, stieg ⁠der bereinigte Nettogewinn dank ​niedrigerer Finanzierungs- und Steuerkosten ⁠um gut 71 Prozent auf 108,9 ‌Millionen Franken. Der neue Konzernchef Hein Schumacher will das Unternehmen mit einem ‌Programm namens «Focus for Growth» wieder ​auf Kurs bringen. 

Die Aktie von Barry Callebaut sinkt im vorbörslichen Handel 3,8 Prozent.

(AWP)