Der Geschäftserfolg, das operative Ergebnis der Bank, sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent auf 28,6 Millionen Franken, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 12,3 Millionen Franken, was einem Rückgang von 8,9 Prozent entspricht. Vor dem Hintergrund tiefer Zinsen hatte die Bank einen Rückgang des operativen Gewinns in Aussicht gestellt.

Damit sei aber immer noch das drittbeste Resultat der Geschichte erzielt worden, heisst es im Communiqué. Die Bank habe bewiesen, auch in einer schwierigen und unsicheren Wirtschaftslage positive Ergebnisse zu erzielen.

Die Gewinnentwicklung über die letzten Jahre sei aussergewöhnlich gewesen, sagte Generaldirektor Bertrand Valley gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Vor 2022 sei das Betriebsergebnis bei etwa 18 Millionen Franken gelegen. Gegen Ende 2022 seien dann die Zinsen gestiegen, wodurch die Bank 2023 und 2024 auf über 31 Millionen gekommen sei. «Mit dem Rückgang der Zinsen im Jahr 2025 liegen wir nun bei 28 Millionen, was aber immer noch aussergewöhnlich ist.»

Die Aktionäre erhalten gleichwohl eine geringere Ausschüttung. Die Gesamtausschüttung an die Aktionäre soll um 8,9 Prozent auf 6,15 Millionen Franken sinken. Pro Papier macht das 2,05 Franken nach 2,25 Franken im Vorjahr.

Deutlich höhere Kosten

Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, sank der Bruttoerfolg um 2,6 Prozent auf 52,8 Millionen. Das ungünstige Zinsumfeld sei ein Belastungsfaktor gewesen, bei den Hypothekarforderungen habe es aber ein Wachstum von 5,3 Prozent gegeben, hiess es dazu. «Es kommt selten vor, dass wir einen Anstieg der Hypothekarkredite um 166 Millionen Franken verbuchen können», so der Bankchef.

Auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft war rückläufig, während jener aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft anzog.

Gleichzeitig stiegen die Kosten um 8,6 Prozent. Insbesondere der deutliche Anstieg der Mitarbeiterzahl habe zu höheren Kosten geführt. Dabei habe es nicht unbedingt um Stellen im Vertrieb gehandelt, sondern um Stellen im Risikomanagement oder in der Kontrolle. «Es war notwendig, den ständig steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden», sagte Valley.

Hohe Investitionen

Darüber hinaus seien erhebliche Investitionen in die Digitalisierung getätigt worden - etwa im Bereich künstliche Intelligenz, Cyberrisiken und Kontrolle von Zahlungsdiensten. Auch seien drei Filialen renoviert worden und man habe umfangreiche Arbeiten an einer vierten in Angriff genommen.

Die Bilanzsumme betrug per Ende 2025 4,52 Milliarden Franken, 3,1 Prozent mehr im Vergleich zu Ende 2024.

Im Geschäftsjahr 2026 dürften die niedrigen Zinsen die Margen weiter unter Druck setzen, heisst es im Ausblick. Daher sei erneut mit einem rückläufigen Ergebnis zu rechnen.

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(AWP)