Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall. Ein Containerschiff, das Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert hatte, sei beschossen worden und habe erheblichen Schaden erlitten, hiess es.

UKMTO: «Erhöhte Aktivität» in Strasse von Hormus

Zu dem Vorfall kam es laut UKMTO 15 Seemeilen nordöstlich von Oman. Alle Besatzungsmitglieder sind demnach in Sicherheit. «Der Kapitän eines Containerschiffs berichtete, dass sich ein Schnellboot der IRGC dem Schiff genähert habe», heisst es in der Mitteilung. Schliesslich habe die Besatzung des iranischen Boots ohne Funkwarnung das Feuer eröffnet und dabei die Brücke schwerbeschädigt.

Wenig später meldete die UKMTO erneut einen Vorfall. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich des Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen demnach nicht vor. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Strasse von Hormus bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hiess es.

Von einem dritten Vorfall berichtete die BBC kurze Zeit später unter Berufung auf die auf kommerzielle Schifffahrt spezialisierte Sicherheitsfirma Vanguard. Demnach wurde ein unter der Flagge Panamas fahrender Frachter sechs Seemeilen vor der iranischen Küste angegriffen und von den iranischen Revolutionsgarden zum Ankern aufgefordert. Das Schiff habe Schäden am Rumpf und an Unterbringungsquartieren gemeldet, hiess es weiter.

Immer wieder kommt es in der Strasse von Hormus zu entsprechenden Vorfällen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Lage in der Strasse von Hormus ist auch nach der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe unverändert./pba/DP/jha

(AWP)