Der Umsatz war bereits im Januar bekanntgegeben worden. Er kletterte um beinahe 19 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken und damit erstmals über die Milliarden-Grenze. Bereinigt um den negativen Währungseinfluss lag das Wachstum gar bei über 23 Prozent. Belimo profitierte unter anderem vom gut laufenden Markt für Renovationen.

Regional gesehen war das Wachstum in Lokalwährungen in Amerika (+25,3 Prozent) und Asien Pazifik (+22,7 Prozent) besonders stark. In beiden Regionen habe vor allem der Markt für Rechenzentren das Wachstum angetrieben. Der EMEA-Raum legte mit einem Zuwachs von 12,0 Prozent ebenfalls zweistellig zu.

Dank des Umsatzzuwachses zog auch der Gewinn kräftig an. Der operative Gewinn (EBIT) nahm um 28,6 Prozent auf 232,9 Millionen Franken zu, die entsprechende Marge stieg dabei um 1,6 Prozentpunkte auf 20,8 Prozent. Die Verbesserung wurde möglich durch operative Hebel, Innovationskraft und einen vorteilhaften Produktmix, wie der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die HLK-Industrie am Montag mitteilte.

Die Auswirkungen der Zölle seien durch Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr 2025 sowie durch den «Flow-Through» in der Lieferkette abgeschwächt worden. Letzteres habe teilweise zu einer Verlagerung der Effekte in das erste Quartal 2026 geführt.

Der Reingewinn erhöhte sich gleichzeitig um 23,8 Prozent auf 181,6 Millionen Franken. Die Dividende soll um 50 Rappen auf 10,00 Franken je Aktie erhöht werden. Bei der Festlegung der Dividende berücksichtigt Belimo die geplanten Investitionen in die Erweiterung der Kapazitäten.

Ausbaupläne in den USA

Um das künftige Wachstum zu sichern, will Belimo nebst dem Werk in Hinwil auch die Kapazitäten in den USA weiter ausbauen. So soll der Hauptsitz in Danbury (Connecticut) verstärkt und die Präsenz an einem weiteren Standort in Connecticut sowie in Sparks (Nevada) vergrössert werden. Wie hoch die Investitionen sind, wollten die Belimo-Chefs nicht verraten.

Für das Gesamtjahr 2026 hat Belimo ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im mittleren Zehnprozentbereich in Aussicht gestellt. Dabei geht Finanzchef Markus Schürch von einem anhaltenden Momentum sowohl im Renovationsgeschäft «RetroFIT+» als auch im Geschäft mit Rechenzentren aus.

Die Margen dürften 2026 durch Wechselkursschwankungen beeinträchtigt werden, hingegen sollten der operative Hebel und der Produktmix einen positiven Beitrag leisten. Unter diesen Voraussetzungen strebt das Unternehmen erneut eine EBIT-Marge von «voraussichtlich» über 20 Prozent an.

An der Börse führten die Neuigkeiten zu einem Einbruch der Aktien. Die Zahlen wurden grundsätzlich wohlwollend kommentiert, wobei am ehesten der vorsichtige Ausblick und die nur leicht erhöhte Dividende kritisiert wurden. Die Kursverluste werden in Marktkreisen in erster Linie mit Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt sehr starken Lauf begründet. Die Belimo-Aktien schlossen den Handel an der Schweizer Börse am Montag 9,99 Prozent tiefer bei 824,5 Franken.

cf/uh

(AWP)