Das Blatt hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran einige der wichtigsten Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre. Konkret gehe es auch um Flugabwehrraketen, die eigentlich über die sogenannte Purl-Initiative der Nato an die Ukraine geliefert werden sollen.

Europäer finanzieren US-Waffen für Ukraine

Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben. Sie stellte zuletzt einen Grossteil der Munition für die Flugabwehrraketensysteme vom Typ Patriot und andere Luftverteidigungssysteme bereit.

Nach Angaben der «Washington Post» informierte das Pentagon zudem den Kongress darüber, dass es beabsichtige, etwa 750 Millionen Dollar (651 Mio. Euro) aus dem Purl-Programm umzuleiten, um die eigenen Bestände des US-Militärs aufzufüllen, anstatt zusätzliche Hilfe an die Ukraine zu senden. Ob die an der Initiative beteiligten europäischen Länder wüssten, wie die Mittel verwendet würden, sei unklar. Rutte wollte sich am Donnerstag nicht dazu äussern, ob die Nato darüber informiert wurde./aha/DP/men

(AWP)