Laut Bericht beklagt Selenskyj auch, dass Waffenlieferungen über das PURL-Programm, das den Kauf von US-Waffen für die Ukraine durch Nato-Verbündeten vorsieht, nicht mehr der Bedrohungslage des Landes entsprechen. Der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge bestätigte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn Journalisten, dass Selenskyj US-Präsident Donald Trump und dem US-Kongress ein entsprechendes Schreiben übermittelt habe.
Erst am Wochenende hatte Russland die Ukraine, vor allem die Hauptstadt Kiew, mit einem der bisher schwersten Angriffe überzogen. Dabei setzte Moskau auch die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein.
Dieser Angriff galt eigentlich bereits als Racheakt für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Moskau kündigte aber einen weiteren massiven Angriff gegen Kiew an. Den Angaben der Besatzungsbehörden zufolge kamen bei der Attacke in der vergangenen Woche 21 Zivilisten ums Leben. Der Generalstab in Kiew wiederum teilte mit, der Angriff habe einer Drohneneinheit des russischen Militärs gegolten./ksr/DP/men
(AWP)
