Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass ein Unternehmen mit einem Pro-forma-Umsatz von rund 2,2 Milliarden US-Dollar entstehen werde. Die Transaktion sei «eine der grossen Transaktionen unserer Unternehmensgeschichte» und ein weiterer Schritt, um Medien- und Inhaltsgeschäfte zu stärken.
Das neue Unternehmen soll unter dem Namen BMG firmieren. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. An der Spitze soll Thomas Coesfeld als Vorsitzender stehen, CEO wird der bisherige Concord-Chef Bob Valentine.
Personalwechsel im Konzern
Rabe betonte, der Zusammenschluss sei Teil einer Strategie, das Geschäft breiter aufzustellen. «Wir stärken durch die Transaktion unsere Medien- und Inhaltsgeschäfte weiter», sagte er. Zugleich wachse die Bedeutung des US-Marktes.
Durch die Zusammenführung erwarte man erhebliche Synergien. «Wir werden Doppelstrukturen abbauen», sagte Rabe. Details nannte er zunächst nicht. Es gehe zudem um gemeinsame Investitionen etwa in IT und Künstliche Intelligenz sowie um eine stärkere Vermarktung der Musikkataloge.
Auch für den geplanten Führungswechsel an der Konzernspitze spielt der Deal eine Rolle: Rabe will seine Aufgaben zum Jahresende 2026 übergeben. Nachfolger soll zum 1. Januar 2027 Thomas Coesfeld werden, Enkel des 2009 gestorbenen Firmenpatriarchen Reinhard Mohn.
Coesfeld ist seit Juli 2023 Chef der Bertelsmann-Musiksparte BMG und gehört seit Juli 2024 auch dem Vorstand an. Dort verantwortet er das Musikgeschäft, das in den vergangenen Jahren zu den wachstumsstärksten Bereichen des Konzerns zählte./svv/DP/jha
(AWP)
