Die Zugverbindungen auf der Nord-Süd-Achse durch die Alpen wurden dadurch massiv beeinträchtigt. Am frühen Samstag brach in der Nähe des Bahnhofs Domegliara nördlich von Verona ein Feuer aus. Nach Angaben des Bahnunternehmens handelt es sich jedoch um einen mutmasslich vorsätzlichen Eingriff, bei dem eine technische Anlage der Bahnstrecke in Brand geraten und beschädigt worden sei. Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr entlang der transalpinen Verbindung waren erheblich, berichtete Trenitalia. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls und zur Identität der mutmasslichen Täter laufen.

Hochgeschwindigkeitszüge, Intercity- und Regionalzüge mussten teilweise erhebliche Verspätungen hinnehmen. Nach Angaben von Trenitalia waren Fahrzeitverlängerungen von bis zu fast zwei Stunden möglich. Regionalzüge konnten zudem verkürzt verkehren oder ganz ausfallen. Für einzelne Verbindungen wurden Ersatzbusse eingesetzt.

Die Störungen fallen mit der Demonstration am Brenner zusammen, die zeitgleich zu Einschränkungen im Strassenverkehr zwischen Italien und Österreich führt. Die Behörden hatten Reisende im Vorfeld dazu aufgerufen, nach Möglichkeit auf Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Sabotagen am italienischen Bahnnetz sind keine Seltenheit. Bereits am 7. Februar, am Tag nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Mailand-Cortina, waren im Raum von Bologna Sabotageaktionen am Netz durchgeführt worden, was zu erheblichen Problemen im gesamten norditalienischen Bahnnetz geführt hatte. Dazu hatten sich anarchistische Gruppen bekannt.

(AWP)