Zu Wochenbeginn war der Bitcoin noch rund 74.000 Dollar wert. Experten begründeten den Kursrückgang seit Montag um bis zu 16 Prozent unter anderem mit Verkäufen des Krypto-Investors Strategy. Dieser ist der grösste institutionelle Anleger von Bitcoin und gilt als wichtiger Trendsetter. Die Verkäufe durch Strategy seien zwar vergleichsweise gering ausgefallen, hätten die Anleger aber verunsichert, heisst es.

«Was zunächst wie eine Randnotiz wirkte, entwickelt sich zunehmend zu einer handfesten Belastungsprobe», kommentierte Analyst Timo Emden von Emden-Research die Verkäufe durch Strategy. Seiner Einschätzung nach habe dies die Sensibilität der Anleger für mögliche grössere Umschichtungen spürbar erhöht.

Darüber hinaus befürchten Marktbeobachter auch, dass der milliardenschwere Börsengang des Weltraumunternehmens SpaceX von Elon Musk zusammen mit anderen Finanzierungsrunden im Bereich von Technologiewerten zunehmend Risikokapital von den Kryptowährungen abziehen könnte.

Nach Einschätzung des Analysten Emden wird der Bitcoin «derzeit spürbar in die Zange genommen». Hier würden auch Inflationsängste, geldpolitischer Druck und geopolitische Spannungen eine Rolle spielen. «Investoren sollten sich nun auf einen möglichen Rutsch unter die psychologisch wichtige 60.000-Dollar-Marke einstellen», sagte Emden./jkr/jha/

(AWP)