Zwar habe die Schweiz mit der DLT-Gesetzgebung («Distributed Ledger Technology») früh eine gute Grundlage geschaffen, sagt Kurt. Die grösste Herausforderung liege weniger im gesetzlichen Rahmen, sondern in der konkreten Anwendung dieser Regeln auf eine neue regulierte Finanzmarktinfrastruktur. «So spüren wir in letzter Zeit eine sehr hohe Risikoaversion auf Seiten der Finanzmarktaufsicht Finma.»

Kein fixes Datum

Die BX Digital, die wie die BX Swiss zur Börse Stuttgart-Gruppe gehört, habe ihre Ziele erreicht, eine auf der Blockchain basierende, regulierte Finanzmarktinfrastruktur für digitale Vermögenswerte aufzubauen, sagt die Börsenchefin. Ein konkretes Startdatum will sie aber nicht nennen. Man arbeite nun klar auf den «Go-live» hin. «Ein fixes Datum nennen wir aber bewusst erst, wenn die letzten operativen und marktseitigen Voraussetzungen erfüllt sind.»

Gleichzeitig baue man die Präsenz in diesem Bereich als Börse Stuttgart-Gruppe gezielt aus: Mit Seturion habe die Gruppe ein Angebot für tokenisierte Vermögenswerte auch auf dem europäischen Markt, erinnert Kurt, die auch Seturion als CEO leitet.

Digital gut aufgestellt

Die Schweizer Finanzinstitute sieht Kurt derweil gut aufgestellt. So seien 54 der etwa 225 Schweizer Banken im Bereich digitaler Vermögenswerte tätig und böten den Kunden etwa elektronische «Wallets» für digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen an. «Das ist eine sehr hohe Zahl im Vergleich zum Rest von Europa.»   Dass es wie bei der grossen Schweizer Börsenbetreiberin SIX zu einer Rückgabe der Lizenz für eine Digitalbörse kommt, glaubt die CEO nicht. Gerade im Bereich Clearing und Settlement ermögliche die BX Digital echte Effizienzsteigerungen. «Wir haben mit BX Digital etwas wirklich Innovatives aufgebaut, das echten, messbaren Mehrwert in den Markt bringt.»

(Das vollständige Interview ist auf AWP Premium zu lesen)

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(AWP)