Akzo Nobel schlägt auch erhöhtes PPG-Angebot aus

Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel hat ein weiteres Übernahmeangebot des US-Konkurrenten PPG Industries zurückgewiesen. Das Angebot über 88,72 Euro je Aktie in bar und PPG-Aktien spiegele nicht den Wert des Konzerns wider, teilte der BASF -Rivale am Mittwoch in Amsterdam mit. Zudem würden bedeutende Risiken für die Aktionäre damit nicht ausgeräumt. Die Offerte liege nicht im besten Interesse der Eigentümer. Das neue Angebot war insgesamt 22,4 Milliarden Euro schwer. Bereits am 9. März hatte Akzo dem Werben von PPG eine Absage erteilt, auf die da gebotenen 21 Milliarden Euro hatte PPG daher noch etwas draufgepackt.
22.03.2017 09:30

Akzo-Chef Ton Büchner versprach den Aktionären, der eigene Plan einer Aufspaltung sei für sie der bessere. Bei einem Zusammengehen mit PGG drohe wegen Überschneidungen der Verkauf vieler Teile und ein bedeutender Arbeitsplatzverlust, hiess es weiter. Gleichwohl wächst der Druck auf Büchner, mit dem US-Konzern zumindest zu sprechen: Einer der grössten Investoren der Niederländer soll Akzo zuvor laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg darauf gedrängt haben, erneute Angebote sorgfältig zu prüfen. Erst mit Bekanntwerden des PPG-Interesses hatte die Akzo-Aktie wieder ihr Niveau von Anfang 2015 erreichen können./men/stb

(AWP)