Warteck Invest verdient 2016 mehr - Dividende bleibt unverändert

(Ausführliche Fassung) - Das Immobilienunternehmen Warteck Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr das Portfolio durch Zukäufe vergrössert und den Mietertrag gesteigert. Insgesamt war das Geschäft auch profitabler, eine höhere Dividende winkt den Aktionären deshalb aber nicht.
23.03.2017 09:25

Der Erfolg aus Vermietung verbesserte sich aufgrund getätigter Akquisitionen und der Fertigstellung von Neubau- und Sanierungsprojekten um 6,3% auf 26,7 Mio CHF, wie das an der SIX kotierte Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Im Berichtsjahr wurden zwei bestehende Liegenschaften in Basel und eine in Landquart und zudem zwei Neubauprojekte (Erlinsbach, Wil) erworben aus Mitteln der im November 2015 abgeschlossenen Kapitalerhöhung, wie es heisst.

PROJEKTE ABGESCHLOSSEN

Das Neubauprojekt Steinenberg/Steinenvorstadt in Basel mit einem Bauvolumen von rund 15,0 Mio CHF sei erfolgreich abgeschlossen worden. Der Vermietungsstand per Ende 2016 wird auf 83% beziffert. Abgeschlossen wurde auch die Totalsanierung und Aufstockung der Liegenschaften an der St. Laurentiusstrasse und am Wendelinweg im solothurnischen Rickenbach. Von den 60 bestehenden und sanierten und den 17 neuen Wohnungen seien zurzeit bis auf neun alle vermietet. Das Baukostenvolumen lag den Angaben zufolge bei 11,5 Mio CHF.

Der Marktwert des Portfolios stieg im Jahresverlauf um 13% auf 667,4 Mio CHF am Bilanzstichtag, wobei ein Neubewertungserfolg von 3,4 Mio nach 3,5 Mio im Vorjahr zu Buche steht. Der Leerstand nahm über das Jahr gesehen allerdings zu. Am Bilanzstichtag lag die entsprechende Quote bei 4,2% nach 3,2% Ende 2015. Allein 1,4 Prozentpunkte seien auf zwei Liegenschaften entfallen, abgesehen von diesen beiden Objekten weise das Portfolio eine Leerstandsquote von 2,3% auf.

GEWINNAUSWEIS VERBESSERT

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte in der Folge um 7,2% auf 26,6 Mio CHF zu. Unter dem Strich stieg der Überschuss aufgrund höherer Ertragssteuern um 3,5% auf 15,1 Mio. Diese stelle das beste Ergebnis der Firmengeschichte dar, heisst es. Unter Ausklammerung des Neubewertungseffekts resultiert ein EBIT von 23,2 Mio (+8,5%) und ein Reingewinn von 12,5 Mio (+5,4%). Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 68 CHF pro Aktie erhalten.

Der Bestand an Hypotheken erhöhte sich im Berichtszeitraum um rund ein Fünftel auf 331,1 Mio am Jahresende. Dies entspreche einer Belehnung der Liegenschaften von 50% (Vorjahr 47%). Das Portfolio könne bei gegebener Kapitalstruktur noch um rund 175 Mio CHF erweitert werden, bis die in der Strategie festgelegte Belehnungsgrenze von 60% erreicht sei, heisst es. Der Zinsspread, der die Differenz zwischen der Nettorendite der Liegenschaften und den durchschnittlichen Finanzierungskosten ausdrückt und eine wichtige Kennzahl in der Branche ist, verringerte sich auf 1,6% von 2,0% im Vorjahr.

MEHRERTRÄGE IN AUSSICHT

Im Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung zeigt sich die Unternehmensleitung wie gewohnt wenig konkret. Aus den laufenden Projekten und den 2016 getätigten Zukäufen sei in Zukunft mit "spürbaren" Mehrerträgen zu rechnen.

Bei den Mietflächen dürfte das Marktumfeld kurz- und mittelfristig schwierig bleiben, wie es heisst. Das steigende Angebot für kommerzielle Flächen drücke bei gleichzeitig verhaltener Nachfrage auf die Mieten. Auch im Bereich der Wohnimmobilien seien in einigen Regionen Überkapazitäten zu beobachten. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung zeigen sich vorsichtig optimistisch für in die mittelfristige Zukunft.

cp/rw

(AWP)