08:10
Der Swiss Market Index wird bei Julius Bär vorbörslich 0,28 Prozent höher indiziert. Am stärksten legt Logitech mit 1,1 Prozent zu.
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank 0,64 Prozent höher indiziert. Am Donnerstag hatte der Leitindex 2,4 Prozent verloren und war auf ein Vier-Monate-Tief abgesackt.
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06:00
In Japan bleibt die Börse heute geschlossen. An der Börse in Shanghai legten die Aktien leicht zu. Der dortige Leitindex gewann 0,2 Prozent auf 4013,16 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,0 Prozent auf 4626,90 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte um 0,18 Prozent zu.
China hatte seine wichtigen Kreditzinsen am Freitag den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent. Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflation anfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Massnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.
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05:30
Je länger sich der Krieg hinziehe, desto höher werde der US-Dollar steigen, sagt Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Währung profitiere von der Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der weltweiten Unsicherheit. Zudem seien die USA ein Energieexporteur.
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05:00
Die Ölpreise geben in Asien nach. Die EU und Japan hatten am späten Donnerstagabend ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus Hilfe zu leisten, allerdings unter nicht genannten Bedingungen. Die EU folgte damit der gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden und Japan, die ebenfalls ihre Hilfe angeboten hatten, ohne aber auf das Hilfsersuchen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg konkret einzugehen.
Seit Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen ist der Ölpreis wegen der Furcht vor langfristigen Versorgungsengpässen allerdings um gut 64 Prozent in die Höhe geschnellt. Nach einem iranischen Angriff auf eine wichtige Anlage für Flüssigerdgas in Katar zogen auch die Erdgaspreise kräftig an.
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01:00
An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemässigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung grösser gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind.
Der Dow Jones Industrial hatte über weite Strecken mit bis zu einem Prozent im Minus gelegen, reduzierte seine Verluste dann aber im Späthandel noch auf 0,44 Prozent. Aus dem Handel ging der US-Leitindex bei 46.021,43 Punkten. Der marktbreite S&P 500 reduzierte seine Verluste mit 6.606,49 Punkten auf 0,27 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es letztlich um 0,29 Prozent auf 24.355,28 Zähler bergab.
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen angedrohter US-Vergeltung wuchs im Tagesverlauf unter Anlegern die Sorge, dass aus einem geopolitischen Krieg zunehmend ein Energiekrieg wird.
Das Risiko einer Energiekrise - ähnlich wie 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine - ist laut einem Kommentar des LBBW-Strategen Frank Klumpp gewachsen. Historische Vergleiche zeigten, dass Börsenkorrekturen bei Terror- und Kriegsereignissen zumeist einige Monate andauerten, ehe eine Erholung einsetzt. Eine defensive Positionierung sei weiterhin angebracht.
Die Aktien von Micron Technology zollten nach Zahlen ihrem starken Lauf der vergangenen Monate Tribut mit einem Rückschlag, der am Ende 3,8 Prozent gross war. Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und Ziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion nicht.
Auffällig waren Bergbau- und Metallaktien, die unter sinkenden Preisen für ihre Materialien litten. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen nicht nur die Gold- und Silberpreise deutlich, sondern auch die Preise von Industriemetallen. Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining büssten fast sieben Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa betrug der Abschlag 8,7 Prozent.
Bei den in New York gehandelten Anteilsscheinen von Alibaba mussten die Anleger einen Kursrückgang um sieben Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese kam im vergangenen Quartal auf einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach ausserdem um gut zwei Drittel ein.
Es gab aber auch positive Ausnahmen, wozu die Aktien von Align Technology zählten. Sie zogen um 2,2 Prozent nach einem Bericht, wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll, an Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise.
Nach Monaten der Schwäche ist bei den Accenture-Aktien am Donnerstag KI-Fantasie aufgekommen. Die Titel des Unternehmensberaters erholten sich um 4,3 Prozent vom Tief seit fast sechs Jahren. Das Unternehmen will sein Arbeitsvolumen mit aufstrebenden Partnern aus dem KI-Bereich wie Anthropic, OpenAI oder Palantir verdoppeln.
(cash/Reuters/AWP)

