Hartung sagte weiter: «Der grösste Weg liegt also noch vor uns.» Darüber hinaus habe man in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern in den vergangenen Monaten Abschlüsse an fast allen betroffenen Standorten erreicht. «Das war für beide Seiten sehr anspruchsvoll, aber leistet einen entscheidenden Beitrag zur Schliessung der Kostenlücke und damit zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Bosch», betonte der 60-Jährige, der seit 2022 Vorsitzender der Geschäftsführung ist.

Der Konzern hat für 2025 Rückstellungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für den Stellenabbau gebildet. Auf dem Papier seien damit alle finanziellen Lasten berücksichtigt, wurde Hartung weiter zitiert: «In der Realität natürlich noch nicht.» Die Rückstellungen zögen die Belastungen bei den Gewinnen vor, aber das Geld für ausscheidende Beschäftigte werde erst in den kommenden Jahren abfliessen.

2025 hat Bosch laut dem Bericht knapp 900 Millionen Euro an scheidende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt. «Die restlichen Mittel werden erst in den Folgejahren eingesetzt,» sagte der Konzern-Chef, «die eigentliche Liquiditätsbelastung kommt also noch.»

Unternehmen setzt auf sozialverträglichen Stellenabbau

Eine Bosch-Sprecherin sagte, mit Angeboten für Vorruhestand und Altersteilzeit, auf Freiwilligkeit basierenden Abfindungen und Vermittlung auf andere interne oder externe Stellen soll der an den Standorten erforderliche Personalabbau möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. «Die lokalen Vereinbarungen sehen auch Massnahmen wie Investitionen in Zukunftsfelder und die Sicherung von Ausbildungsabteilungen vor.» Das leiste einen entscheidenden Beitrag zur Schliessung der Kostenlücke von jährlich 2,5 Milliarden Euro bei der Mobilitätssparte und damit zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Bosch./ols/DP/jha

(AWP)