Solche Zölle würden die regionale und globale Sicherheit untergraben und die globale wirtschaftliche Sicherheit gefährden, sagte Cooper. Eine Kommerzialisierung geografischer Gebiete untergrabe den Grundsatz des Freihandels und des Völkerrechts.
Mehrere europäische Staaten wollen an diesem Freitag auf einer von Frankreich und Grossbritannien initiierten Konferenz in Paris über einen Plan zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg beraten. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) will anreisen. Die kriegführenden Länder USA, Israel und der Iran sind nicht eingeladen.
Treffen in Paris: Druck für Hormus-Öffnung soll erhöht werden
Cooper sagte, bei dem Treffen wolle man zwei wichtige Ziele erreichen: Es solle das Prinzip der Schifffahrtsfreiheit verteidigt und sichergestellt werden, dass der gesamte politische Druck auf die schnellstmögliche Öffnung der Meerenge gerichtet sei. Zudem gehe es um eine multilaterale maritime Operation, die nach Konfliktende die sichere Schifffahrt gewährleisten solle. Grundlage seien das Bekenntnis zum Völkerrecht, zu gemeinsamen Werten und Interessen.
Auch Wadephul hatte gestern nach Beratungen mit Cooper und seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot gesagt, es sei nicht akzeptabel, dass Seewege wie die Strasse von Hormus von einzelnen Staaten kontrolliert und dort Zölle erhoben würden. Deutschland werde darauf dringen, dass wieder eine völlig freie Befahrbarkeit der Strasse von Hormus gewährleistet sei.
Seit Kriegsbeginn hat Irans Marine die 55 Kilometer breite Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb. Teheran hatte vorgeschlagen, für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für Schiffe zu erheben./bk/DP/nas
(AWP)
