Die infolge des britischen EU-Austritts eingeführten Zollbestimmungen sehen vor, dass Fahrzeuge, deren Wertschöpfung zu weniger als 45 Prozent in der EU oder Grossbritannien stattgefunden hat, mit einem Zoll von 10 Prozent belegt werden. Das ist mangels eigener Akku-Produktion in Grossbritannien auf absehbare Zeit nicht zu umgehen. Die im Königreich verbauten Akkus und weitere Teile stammen meist aus Asien. Daher fürchten britische Autohersteller, auf dem wichtigen Exportmarkt EU nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein. Auch die deutschen Autobauer müssen befürchten, dass beim Export nach Grossbritannien künftig Zölle anfallen.

Die verkehrspolitische Sprecherin der oppositionellen Labour-Partei im britischen Parlament, Louise Haigh, macht die konservative Regierung für die Schwierigkeiten verantwortlich. "Sie haben es Jahr um Jahr versäumt, die britischen Kapazitäten zur Akku-Herstellung hochzuschrauben", sagte Haigh./cmy/DP/nas