Bereits im März und im Februar wurden die Zinsen nicht verändert. Zuletzt hatte die Notenbank im Dezember die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte reduziert.
Gouverneur Andrew Bailey bezeichnete die Beibehaltung der Zinsen angesichts der Konjunkturabschwächung in Grossbritannien als «vernünftigen Schritt». Er deutete jedoch an, dass sie im Falle anhaltender erheblicher Störungen der Energieversorgung und der daraus resultierenden hohen Energiepreise möglicherweise angehoben werden müssten.
Die Notenbank stehe bereit zu handeln, heisst es in der Mitteilung. Es gebe eine grosse Gefahr von sogenannten Zweitrundeneffekten. Das sind verzögerte Preiserhöhungen von Unternehmen als Reaktion auf vorangegangene Kostensteigerungen durch die gestiegenen Energiepreise. Im März war die Inflationsrate auf 3,3 Prozent gestiegen. Die Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent an.
Aufgrund der hohen Unvorhersehbarkeit, die sich aus dem Iran-Konflikt ergibt, hat die Bank ihre zentrale Inflationsprognose verworfen und stattdessen drei Szenarien aufgestellt, die auf unterschiedlichen Entwicklungen der Energiepreise und Zweitrundeneffekten der Inflation basieren. Gemeinsam ist allen Szenarien, dass die Leitzinsen angesichts der Ölpreisentwicklung steigen müssen. Der Ausblick mit Blick auf die Energiepreise sei aber sehr unsicher. Diese treiben nicht nur die Inflation, sondern belasten auch das Wirtschaftswachstum. Dies erschwert die Geldpolitik einer Notenbankbank./jsl/jkr/stk
(AWP)
