Die Angaben sind jedoch mit grosser Vorsicht zu geniessen. So weisen die Statistiker ausdrücklich darauf hin, dass die jetzt ermittelte Schuldenquote zum Teil auf vom staatlichen Haushaltsbüro geschätzten Wachstumszahlen beruhe. Dies mache die Schuldenquote anfällig für zukünftige Revisionen.
Ein Beispiel zeigt, was gemeint ist: Laut Statistikamt ist die Schuldenquote während der Corona-Pandemie im Sommer 2020 schon einmal auf ein ähnliches Niveau wie jetzt gestiegen. Da die Wirtschaftsleistung jedoch im Nachhinein angehoben wurde, musste die Schuldenquote wieder nach unten korrigiert werden.
Der Grund: Die Schuldenquote gibt das Verhältnis von Verschuldung zu Wirtschaftsleistung an. Erhöht sich daher das BIP, führt das bei konstanter Verschuldung zu einer niedrigeren Schuldenquote./bgf/la/gih