Die Unternehmen hätten aber unter anderem bestimmte Geschäftsbücher und Unterlagen anders als aufgefordert nicht vorgelegt, kritisiert die Behörde. Sie habe dadurch nicht alles prüfen können. Temu wies die Vorwürfe zurück.
«Temu hat vollständig kooperiert und alle Anfragen der Kommission im Rahmen der Inspektion erfüllt», teilte das Unternehmen mit. «Temu weist zudem entschieden zurück, ausländische Subventionen erhalten zu haben, die den Binnenmarkt verzerren.»
Temu: keine Subventionen für Wettbewerbsvorteil
«Das Unternehmen erwirtschaftet aus der eigenen Geschäftstätigkeit nachhaltige Cashflows, die ausreichen, um Temus Aktivitäten in der EU zu finanzieren», hiess es weiter. «Wir sind nicht auf »ausländische Subventionen« angewiesen, um Wettbewerbsaktivitäten zu finanzieren oder uns einen Wettbewerbsvorteil im Binnenmarkt zu verschaffen.»
Das Unternehmen kündigte an, das Schreiben der EU-Kommission sorgfältig zu analysieren und zu beantworten. Es vertraue darauf, dass die Behörde ihre Position prüfe.
Kommt die Kommission endgültig zum Schluss, dass ein Rechtsverstoss vorliegt, kann sie eine Strafe von bis zu einem Prozent des Gesamtumsatzes verhängen.
Behörde ermittelt auch zu ursprünglichem Vorwurf
Unabhängig davon untersucht die EU-Kommission weiter, ob Temu staatliche Gelder bekommen hat, die den europäischen Binnenmarkt verzerren könnten. Das Online-Shoppingportal wird in der EU nach Angaben der Behörde vom Konzern PDD über seine Tochtergesellschaft WhaleCo betrieben.
Die Brüsseler Behörde verhängte zudem im Mai gegen Temu eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro wegen illegaler Produkte auf dem Online-Marktplatz. Der Anbieter habe mittlerweile 130 Millionen Kunden in Europa, hiess es damals. In Deutschland zählt er zu den grössten Onlinehändlern./wea/DP/jha
(AWP)
