Der Aufruf ist laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Strassen (Astra) vom Montag Teil der Roadmap Elektromobilität. Nicht nur für Personenwagen, sondern auch für den Schwerverkehr soll ein öffentlich zugängliches Schnell-Ladenetz zur Verfügung stehen.

Private Anbieter können sich für drei Lose mit je rund zehn Standorten an den Nationalstrassen bewerben. Der Bund plant, dass die Privaten die Ladestellen planen, finanzieren, bauen und betreiben. Das Astra will die Stromanschlüsse bis und mit Trafostation bereitstellen und vorfinanzieren. Antragsdossiers können bis 30. April eingereicht werden.

Nach Angaben von Swiss eMobility hatten E-Lastwagen 2025 in der Schweiz knapp 21 Prozent Marktanteil. Laut dem Verband nimmt die Schweiz damit im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Verantwortlich für die hohe Nachfrage seien in erster Linie die Transportunternehmen.

Allerdings dürfte laut dem Verband die Entwicklung der Nachfrage nicht zuletzt davon abhängen, wann die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für E-Lastwagen kommt. Der Bundesrat will sie ab 2029 einführen. Um die Dekarbonisierung voranzubringen, sollen für E-Lastwagen zunächst aber Rabatte gelten.

Die Vorlage dazu berät zurzeit das Parlament. Die zuständige Kommission des Nationalrates will für die elektrischen Lastwagen mehr Rabatt gewähren als der Bundesrat vorschlägt. Die Räte haben dazu noch keine Entscheide gefällt. Zur Vorlage gehören auch höhere Tarife für Lastwagen mit Verbrenner-Motor.

(AWP)