Im Vergleich zu ihrem Höchststand vom Oktober 2022 bei 8,2 Prozent seien die kurzfristigen Inflationserwartungen um 3,4 Prozentpunkte gesunken, erklärte die Bundesbank. Ein Drittel der Befragten rechne gegenwärtig mit sinkenden Inflationsraten.
Von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für die gesamte Eurozone mittelfristig zwei Prozent Inflation anstrebt, sind die Erwartungen immer noch weit entfernt. Auch die tatsächliche Teuerung liegt in Deutschland mit zuletzt 6,4 Prozent deutlich über dem EZB-Ziel, auch wenn die Rate im Trend spürbar gesunken ist.
Für die Geldpolitik der EZB spielen die Inflationserwartungen eine grosse Rolle. Denn moderne Geldpolitik funktioniert vor allem über die Steuerung von Erwartungen. Rechnen die privaten Haushalte mit einer hohen Inflation, fordern sie auch meist mehr Lohn und Gehalt, was die Inflation weiter anheizen kann. Fachleute sprechen von Zweitrundeneffekten./bgf/jkr/jha/