Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent auf 215,9 Millionen Franken, wie das Traditionsunternehmen aus Sursee am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt lag die Veränderung bei -5,0 Prozent.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg dagegen deutlich auf 9,0 Millionen Franken nach 4,0 Millionen im Jahr davor. Der Reingewinn für 2025 lag bei 7,6 Millionen Franken nach 0,5 Millionen.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,25 Franken je Aktie erhalten nach 0,66 Franken. Die deutlich höhere Dividende im Jahr davor war vor allem durch den Verkauf des Möbelgeschäfts Lafuma Mobilier und den dadurch stark erhöhten Free-Cashflow zu erklären.

Positionierung im Premiumsegment

Das Gesamtjahr sei von einem anspruchsvollen Marktumfeld mit geopolitischen Unsicherheiten, der US-Handels- und Zollpolitik sowie einer verhaltenen Konsumentenstimmung geprägt gewesen, wird CEO Thomas Stöcklin zitiert.

Nach einem schwierigen ersten Halbjahr habe es in der zweiten Jahreshälfte aber eine spürbare Verbesserung gegeben. Operative Fortschritte bei Umsatz und Profitabilität bestätigten die Strategie, auf rabattgetriebenes Wachstum zu verzichten und die Marken im Premiumsegment zu positionieren, heisst es weiter.

Cosabella bleibt Sorgenkind

Bei den Kernmarken Calida und Aubade lag die EBIT-Marge bei überproportional hohen 6,7 Prozent. Der Umsatz bei der Marke Calida ging aber um 3,4 Prozent auf 145,1 Millionen Franken zurück. Der Rückgang ist den Angaben zufolge auf das Geschäft in den Läden zurückzuführen, während sich das Onlinegeschäft insbesondere im zweiten Halbjahr positiv entwickelt habe.

Bei der französischen Lingerie-Marke Aubade sank der Umsatz um 8,6 Prozent auf 58,0 Millionen Franken. Die Konsumentenstimmung in Frankreich blieb laut Calida auch im zweiten Halbjahr schwach.

Das Sorgenkind von Calida bleibt die 2022 zugekaufte US-Marke Cosabella. Hier hat sich der stark negative Trend aus dem Vorjahr fortgesetzt: Der Umsatz sank um 26 Prozent auf 12,8 Millionen Franken. Die Marke befinde sich weiterhin in einer «intensiven Repositionierungsphase und unter strategischer Überprüfung». Ein Turnaround nahe an die operative Gewinnschwelle werde im laufenden Geschäftsjahr angestrebt.

Weitere Margensteigerung angestrebt

Die Calida will nun die Marken weiter «konsequent im Premiumsegment positionieren». Für 2026 wird bei den Kernmarken Calida und Aubade eine weitere Steigerung des operativen Gewinnbeitrags erwartet. Auf Gruppenstufe peilt das Management eine EBIT-Marge von über 6 Prozent an.

Aktienrückkaufprogramm

Calida lanciert ein Aktienrückkaufprogramm. Dabei sollen bis zu maximal 2 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals zurückgekauft werden, wie das Traditionsunternehmen am Donnerstag anlässlich der Jahresergebnisse mitteilte.

Das Programm startet am 9. März und läuft bis spätestens Ende September 2026. Die erworbenen Namenaktien sollen später mittels Kapitalherabsetzung im Rahmen des Kapitalbands vernichtet werden.

Grössere Rückkaufprogramme seien angesichts der operativen Anforderungen, bestehender Unsicherheiten sowie mit Blick auf externe Wachstumsmöglichkeiten derzeit keine Option, heisst es weiter. Der Free-Cashflow solle prioritär für die nachhaltige Weiterentwicklung der Gruppe eingesetzt werden.

(AWP)