Der Dividendenvorschlag liege über der Obergrenze der bestehenden Dividendenpolitik des Unternehmens, hiess es weiter. Diese sehe eine Ausschüttungsquote von 35 bis 50 Prozent des auf die Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses nach Steuern vor. Nach vorläufigen Berechnungen habe dieses Ergebnis im vergangenen Jahr 265 Millionen Euro betragen. Auf die Aktionäre war 2024 ein Nettogewinn von gut 536 Millionen Euro entfallen.

Das Ergebnis 2025 sei von nicht-zahlungswirksamen Wertminderungen und weiteren Sondereinflüssen in Höhe von insgesamt 248 Millionen Euro belastet worden, teilte Brenntag weiter mit. Deshalb stütze sich der Dividendenvorschlag vor allem auf den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) und den freien Barmittelzufluss. Das operative Ergebnis habe 2025 nach vorläufigen Berechnungen 929 Millionen Euro betragen, nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Free Cashflow habe hingegen um 5,4 Prozent auf 941 Millionen Euro zugelegt.

Nach Einschätzung von Suhasini Varanasi von der US-Investmentbank Goldman Sachs entspricht der schwache Jahresausklang 2025 den Berichten der anderen Chemiehändler Azelis und IMCD. In der kommenden Woche erwartet die Expertin im Zuge des vollständigen Geschäftsberichts vor allem Signale zum aktuellen Geschäftsverlauf. Den Geschäftsbericht für 2025 will das Unternehmen am 12. März veröffentlicht./mne/mis/stk

(AWP)