Wie die Statistikbehörde weiter mitteilte, sei in 49 von 70 erfassten Städten ein Rückgang der Neubaupreise verzeichnet worden. Dies sei der höchste Wert in diesem Jahr. Bei den bereits bestehenden Immobilien seien die Preise in 63 der erfassten Städte gesunken.
Experte Kelvin Lam vom britischen Analysehaus Pantheon Macroeconomics verwies auf einen "scharfen Kontrast" zur Entwicklung im März. Damals hätten nur fünf Städte von einer Abkühlung auf dem Immobilienmarkt berichtet. "Chinas Immobilienmarkt zeigt weiterhin Anzeichen von Ermüdung", kommentiere der Experte die aktuellen Daten.
Die Lage auf dem chinesischen Immobilienmarkt gilt wegen einer vergleichsweise hohen Verschuldung der Eigentümer als angespannt. Zuletzt hatte die ausbleibende Rückzahlung einer Anleihe durch den Projektentwickler Country Garden für Wirbel an den Finanzmärkten gesorgt. Allgemein wird eine Verschärfung der Krise auf dem Immobilienmarkt mit negativen Folgen für die konjunkturelle Entwicklung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt befürchtet./jkr/stk