Zusammengestrichene Förderungen für Elektroautos hatten auch in den vergangenen Monaten deren Verkäufe gedrückt. Auch die scharf anziehenden Ölpreise konnten den Elektroautos in diesem Umfeld nicht wieder zu Wachstum verhelfen. Der Einbruch bei Verbrennern sei verhältnismässig stark und unerwartet deutlich ausgefallen, sagte PCA-Generalsekretär Cui Dongshu. Der Ölpreisanstieg habe einen spürbaren Effekt auf den Markt gehabt.
Nach vier Monaten sind die Verkäufe auf dem chinesischen Automarkt seit Jahresbeginn um 18,5 Prozent abgefallen. Angesichts der schwachen Wirtschaftslage in der Volksrepublik stellen die Verbraucher den vergleichsweise teuren Autokauf zurück. Laut Experte Li Yanwei, der den chinesischen Autohändlerverband berät, ist der Anteil von Ausgaben für Autokäufe am privaten Konsum im ersten Quartal auf den niedrigsten Stand seit mindestens fünf Jahren gefallen.
Auch die deutschen Autokonzerne hadern mit den Bedingungen im wichtigsten Automarkt der Welt. Früher bescherte ihnen das Geschäft in der Volksrepublik Wachstumsschübe und Milliardengewinne. Aktuell kämpft Volkswagen mit der harten Preiskonkurrenz lokaler Anbieter und müht sich, neue Elektroautos zu entwickeln, die bei den Kunden besser ankommen sollen. Mercedes , BMW und Porsche AG leiden unter der Kaufzurückhaltung wohlhabender Chinesen und müssen sich ebenfalls zunehmend dem intensiven Wettbewerb heimischer Rivalen stellen./men/mne/mis
(AWP)
