Ziel des Treffens in Caracas am Donnerstag sei aus US-Sicht gewesen, ein Zeichen des Vertrauens und für Zusammenarbeit zwischen den beiden Regierungen zu senden, berichteten der Sender CNN und die «New York Times» unter Berufung auf US-Beamte.

Es wird von Beobachtern auch als weiteres Signal dafür gewertet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump eine von Rodríguez geführte Regierung in Venezuela zumindest kurzfristig als beste Option sieht, um Stabilität in dem südamerikanischen Land zu gewährleisten.

Nach Angaben der «New York Times» ist Ratcliffe der ranghöchste US-Beamte, der Venezuela seit dem US-Angriff auf das Land und der Entmachtung und Gefangennahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro besucht hat.

«Verbesserte Arbeitsbeziehung»

Das Treffen habe auf Anweisung von US-Präsident Trump stattgefunden, um «die Botschaft zu überbringen, dass die Vereinigten Staaten sich auf eine verbesserte Arbeitsbeziehung freuen», zitiert die Zeitung einen namentlich nicht genannten US-Beamten.

Themen waren demnach unter anderem Zusammenarbeit bei Geheimdienstinformationen und wirtschaftliche Stabilität.

Trump hatte sich jüngst zufrieden mit der aktuellen Führung Venezuelas gezeigt. Nach einem Telefonat mit Rodríguez nannte er sie eine grossartige Person.

Gleichzeitig empfing Trump am Donnerstag aber auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado im Weissen Haus, die um ihre künftige Rolle in Venezuela kämpft.

Bei ihrem Besuch überreichte sie Trump ihre Goldmedaille für den Friedensnobelpreis - auch wenn das Nobelpreis-Institut zuvor schon klargestellt hatte, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.

Während Trumps Treffen mit Machado noch lief, machte seine Sprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage klar, dass der US-Präsident die Oppositionsführerin weiterhin nicht als erfolgversprechende Nachfolgerin von Maduro sieht.

Trump hatte bereits zuvor erklärt, dass sie aus seiner Sicht weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land geniesse.

(AWP)