Das ist nach einem tiefen Zerwürfnis der beiden Airlines nicht mehr notwendig. Lufthansa hatte in der Corona-Krise mit Discover einen eigenen Ferienflieger gegründet und sich geweigert, wie zuvor Condor-Passagiere zu Vorzugskonditionen ans Drehkreuz Frankfurt zu fliegen. Ein entsprechendes Abkommen wurde bereits 2020 gekündigt, letztlich aber nach etlichen juristischen Auseinandersetzungen bis Ende 2024 noch befolgt.
Eigenes Drehkreuz gegründet
Condor hat ein eigenes Zubringernetz zu anderen deutschen und europäischen Flughäfen aufgebaut und betreibt in Frankfurt ein eigenes kleines Drehkreuz. «Das moderne Umfeld des T3 bietet ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum, operative Stabilität und ein hochwertiges Reiseerlebnis für unsere Gäste», sagte Airline-Chef Peter Gerber. Ihm zufolge kommen immer weniger Condor-Langstreckengäste mit Lufthansa-Flügen von und nach Frankfurt. Früher seien es mehr als 20 Prozent gewesen.
Die einstige Lufthansa-Tochter gehört mehrheitlich dem britischen Finanzinvestor Attestor und ist mit rund 60 Flugzeugen zweitgrösster Kunde am Flughafen Frankfurt. Das rund vier Milliarden Euro teure Terminal 3 soll in diesem April eröffnet werden. Schnelle Umstiege zu Flügen am Terminal 1 sind zunächst technisch nicht möglich./ceb/DP/nas
(AWP)

