Allfunds bietet Managern und Verkäufern von Investmentfonds Systeme für den Handel und die Ausführung an. Hinzu kommen Instrumente für die Datenanalyse und Compliance-Dienstleistungen. Das verwaltete Vermögen von Allfunds belief sich Ende 2025 auf rund 1,7 Billionen Euro. Die grössten Aktionäre des spanisch-britischen Unternehmens sind der Finanzinvestor Hellman & Friedman und die französische Bank BNP Paribas, die in Summe knapp die Hälfte der Anteile halten.
Die Direktoren von Allfunds unterstützten die geplante Übernahme einstimmig, teilte die Deutsche Börse weiter mit. Fast 49 Prozent des Allfunds-Aktienkapitals seien bereits angedient worden.
Behörden müssen noch zustimmen
Der Dax-Konzern erwartet, dass die kombinierte Gruppe laufende jährliche Kosteneinsparungen von 60 Millionen Euro vor Steuern erzielen kann. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen wird ein Vollzug der Übernahme in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet.
Kommt der Deal zustande, wäre es die grösste Übernahme in der Geschichte der Deutschen Börse. Der bisher teuerste Zukauf des Börsenbetreibers war die Übernahme des dänischen Softwareanbieters Simcorp für 3,9 Milliarden Euro.
Mit der Übernahme will Deutsche-Börse-Chef Stephan Leithner Deutschlands grössten Börsenbetreiber noch unabhängiger von Börsenschwankungen machen - ein Kurs, den bereits Vorgänger Theodor Weimer eingeschlagen hatte.
Die Deutsche Börse hatte bereits im November bestätigt, dass sie exklusive Gespräche mit Allfunds führt. Damals hatte die Deutsche Börse erklärt, von einer kombinierten Plattform könnten Kunden und die EU-Aktienmärkte erheblich profitieren./als/DP/he
(AWP)
