Dank einer Produktionssteigerung um 0,7 Prozent in den ersten sechs Monaten rückt das für das Gesamtjahr angestrebte Ziel von inflationsbereinigt plus 2 Prozent wieder in greifbare Nähe. Die Stimmung in den Unternehmen wird besser: Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen in der jüngsten Erhebung merklich besser aus.

Die Steigerung bei den Aufträgen im ersten Halbjahr stammt zu etwa gleichen Teilen aus dem Inland (plus 9,7 Prozent) und dem Ausland (plus 9,4 Prozent).

Auslandsgeschäft schwächelt im Juni

Das kräftige Auftragsplus von 13,3 Prozent im Juni hingegen beruht allein auf den Inlandsorders, die zum Vorjahresmonat ungewöhnlich deutlich um 60,7 Prozent anzogen. «Dabei waren Grossaufträge im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie die zentralen Treiber», wie ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann erläuterte. Die Bestellungen von Kunden aus dem Ausland gingen im Juni um 11,3 Prozent zurück.

Sorge bereitet der Branche mit rund 865.000 Beschäftigten die Entwicklung am Persischen Golf. Angesichts des Iran-Kriegs hätten «Befürchtungen rund um Materialknappheiten im weitesten Sinne wieder deutlich zugenommen», führte Gontermann aus. 29 Prozent der Firmen seien davon betroffen, drei Monate zuvor waren es noch 19 Prozent./ben/DP/mis

(AWP)