Wichtiger Faktor war nach Angaben des Branchenverbandes ZVEI der starke Dezember, der ein Ausfuhrplus von 10,6 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro brachte. Erstmals seit langem legten in dem Monat die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter weniger stark zu als die Exporte.

«Bemerkenswert ist, dass die Elektroexporte im vergangenen Jahr in nahezu alle Top-20-Abnehmerländer zulegen konnten», erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. «Die einzigen Ausnahmen bilden hier ausgerechnet die beiden grössten Abnehmerländer: die USA und China.»

Die Lieferungen in die USA sanken nach Angaben des Verbandes der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Dennoch überholten die Vereinigten Staaten China als grössten Abnehmer von Elektronik «Made in Germany» nach einem Jahrzehnt wieder, wie Gontermann einordnete. Nach China gingen im vergangenen Jahr Ausfuhren von 23,5 Milliarden Euro und somit 6,2 Prozent weniger als 2024.

Exportgeschäft in Europa durchgängig mit Zuwächsen

Auf den weiteren Plätzen der zehn wichtigsten Abnehmerländer für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie stehen ausschliesslich europäische Länder. Dort gab es durchgängig Zuwächse. Mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro belegen die Niederlande Rang 3, dicht gefolgt von Frankreich (15,8 Mrd Euro).

Besonders kräftig zogen die Branchenausfuhren in die ausserhalb der Top Ten platzierten Länder Dänemark und Taiwan an, die jeweils um 22,9 Prozent auf 4,1 Milliarden beziehungsweise 3,6 Milliarden Euro hochschnellten. Deutliche Zuwächse verbuchte die Branche auch im Geschäft mit Mexiko und Indien.

Allzeithoch auch für die Einfuhren

Einen Rekord verzeichnet die Branche zudem bei den Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland: Von Januar bis Dezember summierten sich die Importe auf 274,9 Milliarden Euro und übertrafen den Wert des Jahres 2024 damit um 8,0 Prozent./ben/DP/mis

(AWP)