Nach Jahren der wirtschaftlichen Schwächephase wird in diesem Jahr in Deutschland ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Auch aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt es kurzfristig keine Versorgungsprobleme in Deutschland. Die Energieversorgung sei breit diversifiziert.
Der Iran hat nach den Angriffen der USA und Israels den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus eingeschränkt. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf.
«Eine langfristige Sperrung oder Beeinträchtigung dieses Seeweges hätte erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Preise», so Niedermark. Für die deutsche Industrie seien Erdgas und Strom zentral. Öl spiele als Produktionsfaktor eine vergleichsweise kleinere Rolle und ist vor allem als Kraftstoff-Vorprodukt relevant. «Die Verwundbarkeit liegt daher primär bei Energie- und Transportkosten, nicht bei der physischen Verfügbarkeit.»/hoe/DP/zb
(AWP)
