Haeusgen verwies auf eine Umfrage des Verbandes, bei der Anfang des Jahres 45 Prozent der 320 teilnehmenden Mitgliedsfirmen angaben, ihre Chinastrategie zu überdenken. Als wichtigste Gründe wurden geopolitische Spannungen, "Kaufen Sie vor Ort", (buy local)-Anforderungen der lokalen Verwaltung sowie die allgemeine konjunkturelle Abschwächung auf dem chinesischen Markt genannt. "Immer wieder berichten VDMA-Mitgliedsfirmen von Behinderungen bei Ausschreibungen oder Projekten durch unfaire nationale Regeln und Anforderungen", kritisierte Haeusgen.

Nach einer jüngst veröffentlichten weiteren Umfrage des Verbandes, an der sich im Juni 667 Firmen beteiligten, planen in den kommenden fünf Jahren mehr Maschinenbauer, neue Produktionskapazitäten in Indien (17 Prozent) oder in den Asean-Staaten (12 Prozent) als in China (11 Prozent) aufzubauen. An der Spitze der Beliebtheitsskala stehen die USA mit 22 Prozent.

Derzeit sind den Angaben zufolge rund 900 VDMA-Mitgliedsunternehmen unter eigenen Namen in China vertreten, etwa die Hälfte davon auch mit Montage oder Produktion./mar/DP/ngu