Der Bund, der die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuergeld gerettet hatte, hält noch zwölf Prozent an dem Dax -Konzern und ist damit zweitgrösster Aktionär. «Der zuständige interministerielle Lenkungsausschuss der Bundesregierung hat das Angebot der Unicredit abgelehnt und die Anteile des Bundes an der Commerzbank nicht verkauft», hiess es. «Die Bundesregierung sieht auch keinen Anlass, diese Position zu verändern.» Es bleibe zudem Aufgabe der deutschen Finanzaufsicht Bafin und der Europäischen Zentralbank (EZB), weitere Schritte zu prüfen, so der Sprecher.

Die Unicredit hatte zuvor bekanntgegeben, dass sie sich mit ihrem Übernahmeangebot mehr als 44 Prozent an der Commerzbank gesichert hat. Die Offerte wurde demnach bis Ablauf für 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere angenommen. Zuvor hatten die Italiener schon ein Paket von 26,77 Prozent. Zusammen mit Kaufoptionen käme die Unicredit auf einen Anteil von 47,59 Prozent. Die Commerzbank äussert Zweifel an den Angaben und betont, dass nur wenige unabhängige Aktionäre das Unicredit-Angebot angenommen hätten./als/ben/DP/jha

(AWP)