«Unzähligen heimischen Unternehmen und Handwerksbetrieben wird damit die Kundschaft und Geschäftsgrundlage entzogen. Die geplanten Einschnitte bei der Solarförderung würden andernfalls den Ausbau der Solarenergie in Deutschland ausbremsen und Zehntausende Jobs gefährden», warnte Körnig.

Das Wirtschaftsministerium will ab 2027 die Förderung für Anlagen von weniger als 25 Kilowatt installierter Leistung einstellen, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gesetzentwurf hervorgeht. Damit bleibt Reiche bei Plänen, die bereits bekanntgeworden waren. Diese Anlagen - vor allem kleine Solaranlagen - seien inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, heisst es zur Begründung.

Bei kleinen Photovoltaik-Dachanlagen gilt bisher: Wer Solarstrom in das Netz einspeist, erhält 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag - dieser ist abhängig etwa von der Anlagengrösse und dem Umfang der Einspeisung ins Netz.

Die Gesetzentwürfe Reiches sind noch nicht vom Kabinett beschlossen worden. Innerhalb der schwarz-roten Koalition könnte es zu schwierigen Verhandlungen kommen. Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, warnte davor, die Pläne Reiches würden die Energiewende ausbremsen. Die Förderstreichung kleiner Solaranlagen riskiere den Verlust «unverzichtbarer Akteure, Flächen wie Strommengen»./hoe/DP/stk

(AWP)