Vorgesehen ist, wie bereits bekannt war, ein neues Bundesamt zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, in der verschiedene Kompetenzen gebündelt werden sollen. Die neue Behörde soll als Zielmarke 1700 Beschäftigte haben, wie der Sprecher sagte. Der Aufbau der Behörde sei im kommenden Jahr geplant. Als Standorte seien Köln oder Dresden im Gespräch.

Lindner hatte die neue Behörde im vergangenen August angekündigt. Er hatte damals gesagt: "In Deutschland kümmern wir uns stark um die kleinen Fische bei der Finanzkriminalität. Aber die dicken Fische, die schwimmen uns davon." Man wolle daher in Zukunft an die Hintermänner herankommen. Dazu folge man der Spur des Geldes.

In der neuen Bundesbehörde sollen laut Gesetzentwurf Analyse, straf- und verwaltungsrechtliche Ermittlungen und Aufsicht unter einem Dach zusammengeführt werden. Damit sollen die Strukturen und Kompetenzen geschaffen werden, die eine nachhaltige Priorisierung der Geldwäschebekämpfung, insbesondere internationaler und bedeutsamer Fälle mit Deutschlandbezug, sicherstellten, wie es im Entwurf heisst. Innerhalb der Behörde ist ein "Ermittlungszentrum Geldwäsche" geplant. Die bisherige Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung sowie die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen sollen am 1. Juni 2025 in das neue Bundesamt überführt werden./hoe/DP/nas