Man gewöhne sich daran, dass der Ton der US-Regierung bei Uneinigkeiten «etwas ruppiger» sei, sagte Pistorius. «Wir sind alle nicht aus Zuckerwatte.» Ein hochrangiger US-General habe ihm kürzlich gesagt, dass Deutschland «the center of gravity» der Nato sei - der Schwerpunkt. «Das relativiert dann auch die ein oder andere Kritik.» Anstrengungen, die Bundeswehr zu stärken, geschehen laut Pistorius nicht in der Hoffnung auf Trumps Zuneigung, sondern «aus eigener Überzeugung - also für die Sicherheit Deutschlands und der Nato-Partner. Aber nicht in der Hoffnung, uns Liebe zu kaufen, bei wem auch immer.»

Wegen der ausgebliebenen Unterstützung von Alliierten der Nato für den Krieg gegen den Iran hatten US-Regierungsvertreter wie Verteidigungsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio scharfe Kritik geübt. Sie bezeichneten den Kurs von Verbündeten zuletzt etwa als «beschämend»./eub/DP/stw

(AWP)