Demnach wird angestrebt, das weltweit erste Demonstrationsfusionskraftwerk in Deutschland bis Ende der 2030er Jahre zu bauen und das weltweit erste kommerzielle Fusionskraftwerk in den 2040er Jahren.
Hoffnungen gross - Ausgang ungewiss
Politisch ruhen einige Hoffnungen auf der Fusionsenergie. Sie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen (fusioniert) werden, im Gegensatz zur Kernspaltung in herkömmlichen Atomkraftwerken. Theoretisch liessen sich damit klimaneutral grosse Energiemengen erzeugen.
Weltweit wird daran geforscht, wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden könnte. Trotz Fortschritten in den vergangenen Jahren sind Experten nicht sicher, ob es am Ende gelingt. Sicher ist, dass Fusion keine schnelle Lösung für die aktuellen Energieprobleme sein wird.
Fahrpläne zu fünf weiteren Schlüsseltechnologien
Das Forschungsministerium veröffentlichte neben der Roadmap zur Fusionsenergie auch Fahrpläne mit Zielmarken für fünf weitere Schlüsseltechnologien, die in der sogenannten High-Tech-Agenda der Regierung als zentral für die Zukunft des Landes identifiziert wurden und entsprechend gefördert und weiterentwickelt werden sollen.
Dabei handelt es sich um Künstliche Intelligenz (KI), Quantentechnologien, Mikroelektronik (Chips), Biotechnologie und Technologien für klimaneutrale Mobilität./jr/DP/jha
(AWP)
