Als Hauptgrund für den Nettoexport nannte die Netzagentur, dass die Grosshandelspreise in Deutschland stärker fielen als in den meisten Nachbarländern. «Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen.» Umgekehrt habe es für deutsche Stromversorger seltener einen finanziellen Anreiz gegeben, Strom im Ausland einzukaufen.

Grösster Abnehmer Österreich, grösster Lieferant Dänemark

Grösster Stromabnehmer war den Angaben zufolge im ersten Quartal Österreich, wie im Vorjahresquartal. Die grössten Zuwächse gab es bei den Exporten nach Dänemark und Norwegen. Deutlich weniger Strom wurde hingegen nach Frankreich ausgeführt. Dort sanken die Exporte um rund die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Grösster Stromlieferant war Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich.

Den grössten Anteil an den deutschen Stromexporten hatte laut Bundesnetzagentur an Land erzeugter Wind. Insgesamt hätten 57,1 Prozent der Stromexporte aus erneuerbaren Energien gestammt. Bei den Stromimporten stieg der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent. «Kernenergie machte erneut den grössten Anteil der einzelnen Energieträger aus.»/tob/DP/nas

(AWP)