Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Februar sei zu einem grossen Teil auf den deutlichen Anstieg in der Automobilindustrie zurückzuführen, hiess es weiter. Ohne die Berücksichtigung von Grossaufträgen war der Auftragseingang insgesamt um 3,5 Prozent höher als im Vormonat.
Vor der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde den Zahlen wenig Bedeutung beigemessen. «Nach dem heute Nacht vereinbarten Waffenstillstand sind sie aber ein wichtiger Indikator, wie es um die deutsche Wirtschaft vor dem Angriff der USA und Israels und dem darauf folgenden sprunghaften Anstieg der Energiepreise um die deutsche Wirtschaft stand», schreibt Commerzbank-Experte Ralph Solveen. «Dabei bleibt festzustellen, dass die erhoffte Belebung in der deutschen Industrie auch im Februar noch auf sich warten liess.»
«Trotz des jüngsten Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage angespannt», schreibt Thoma Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die hohen Energiepreise hätten bereits realwirtschaftlichen Schaden verursacht. «Zum einen belastet die fragile geopolitische Situation die Stimmung. Zum anderen drücken die gestiegenen Energiepreise auf die Erträge vieler Unternehmen.»/jsl/jha/
(AWP)
