Zudem war der Auftragseingang im Dezember schwächer als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Anstieg auf nur noch 6,4 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor ein Plus von 7,8 Prozent gemeldet worden war. Im Jahresvergleich stieg der Auftragseingang im Januar um 3,7 Prozent, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Hier hatten Analysten einen deutlich stärkeren Zuwachs erwartet.
Erneut spielte die Entwicklung der Grossaufträge eine massgebliche Rolle. Ohne deren Berücksichtigung war der Auftragseingang im Januar nur um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Die Ergebnisse für das Saarland lagen für die Berechnung des Bundesergebnisses für Januar nicht rechtzeitig vor und wurden daher geschätzt.
«Nach dem sehr hohen Volumen an Grossaufträgen im Dezember 2025 haben sich die Auftragseingänge im Januar 2026 in mehreren Branchen des Verarbeitenden Gewerbes wieder normalisiert», heisst es in der Mitteilung des Bundesamtes. Dies zeigt sich besonders bei den Neuaufträgen von Metallerzeugnissen, die um 39,4 Prozent gesunken ist.
Unerwartet schwach zeigte sich auch die Entwicklung der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Hier meldete Destatis für Januar einen Rückgang um 0,5 Prozent im Monatsvergleich, während Analysten einen Anstieg um 1,0 Prozent erwartet hatten. Im Jahresvergleich sank die Produktion in den Industriebetrieben um 1,2 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet./jkr/nas
(AWP)
