Der Auftragswert für die neuen Kreuzfahrtschiffe liegt bei bis zu 10 Milliarden Euro. Über die genaue Höhe der Garantien war zunächst nichts bekannt.

Mit der Finanzierung soll der Grossauftrag für die Werft abgesichert werden. Eine Vertragsunterzeichnung gibt es bislang nicht. Die Werft und die Reederei hatten Ende Juni mitgeteilt, beide seien zuversichtlich, die Verhandlungen über den Auftrag in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschliessen.

Auch der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags befasste sich Ende Juni mit einer Bürgschaft. Dabei soll es ebenfalls um Garantien für den Grossauftrag gegangen sein, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Die Landesregierung machte dazu auf Nachfrage, etwa zur Höhe der Bürgschaft, keine Angaben.

MSC Cruises und die Meyer Werft hatten im vergangenen Dezember eine Absichtserklärung für den Grossauftrag im Wert von bis zu 10 Milliarden Euro unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, auf der Meyer Werft vier bis sechs Kreuzfahrtschiffe zu bauen. Der Auftrag soll die Werft bis 2035 auslasten. Seitdem wird über den Grossauftrag verhandelt. Ursprünglich hatte MSC von einem Vertragsabschluss schon bis Ende Juni gesprochen.

Der Bund und das Land Niedersachsen hatten die finanziell angeschlagene Meyer Werft 2024 gerettet: Beide erwarben jeweils 40 Prozent der Anteile. Dafür flossen insgesamt 400 Millionen Euro. Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Seitdem befindet sich das Unternehmen in einem Restrukturierungsprozess, der bis 2028 abgeschlossen sein soll. Der Grossauftrag gilt dabei als wichtiger Baustein für die Zukunftsperspektive der Werft.

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(AWP)