«Wir setzen uns dafür ein, Investitionen und Handel zu erleichern, damit mehr privates Geld nach Afrika fliesst», sagte Radovan. Davon profitierten deutsche und afrikanische Unternehmen, weil sie leichter auf dem Kontinent investieren und ihre Lieferketten absichern könnten. «Wir tragen dazu bei, deutschen Unternehmen den riesigen Zukunftsmarkt zu erschliessen, den der afrikanische Kontinent zu bieten hat», betonte Radovan.
Atidi versichert Risiken wie Hyperinflation oder Putsche
Atidi versichert Risiken wie politische und gesamtwirtschaftliche Krisen, etwa im Falle eines Putsches oder einer Hyperinflation. Eine solche Absicherung dürfte die Investitionsbereitschaft von Unternehmen erhöhen, die Afrika bisher für zu riskant hielten. Der Kauf der deutschen Anteile wird aus Mitteln des Entwicklungsministeriums in Höhe von rund 15 Millionen Euro finanziert sowie aus Eigenmitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Künftig könnten auch deutsche Unternehmen die Produkte der Versicherung nutzen und so ihre Investitionen und Lieferketten besser absichern, so das Ministerium. Dabei arbeite die deutsche Entwicklungspolitik eng zusammen mit bestehenden Absicherungen der Aussenwirtschaftsförderung wie etwa den Hermes-Deckungen.
In Nairobi traf Radovan zu Beginn ihres Besuchs Startup-Gründerinnen und Gründern. Wegen seiner vielen Technologie- und Startup-Firmen wird der Grossraum Nairobi auch oft als «Silicon Savannah» bezeichnet. Sie wünsche sich Zusammenarbeit auch in diesem Bereich, sagte die Ministerin. Es solle mehr Dialog zwischen Startups in Deutschland und Afrika geben./czy/DP/nas
(AWP)
