Regierungskonsultationen am Freitag

Das gemeinsame Papier ist Ausdruck einer engeren Zusammenarbeit, die beide Länder anstreben. Am Freitag reisen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und mehrere Minister nach Rom zu den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen. Dort soll es neben Wettbewerbsfähigkeit um eine engere Kooperation in der Verteidigungs- und Migrationspolitik gehen.

Zwei bis drei Prozent Wachstum erhofft

Von einer Vertiefung des Binnenmarkts erhoffen sich Deutschland und Italien laut Papier für ihre eigenen Bruttoinlandsprodukte einen Wachstumsschub von zwei bis drei Prozent und für einige andere Mitgliedstaaten sogar das Zwei- bis Dreifache. Beide Länder streben eine Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs über den Abbau von Handelsbarrieren in strategisch wichtigen Bereichen wie Dienstleistungen, Energie, Kapitalmärkte sowie im Digital- und Telekommunikationssektor an.

Handelspolitik: «Wir brauchen mehr Ehrgeiz»

Zudem wird in dem Papier eine mutigere Handelspolitik der EU gefordert. Das Abkommen mit den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten sei nur ein erster Schritt in diese Richtung. «Wir brauchen mehr Ehrgeiz, mehr Fokus und mehr Geschwindigkeit», heisst es in dem Papier./mfi/DP/jha

(AWP)