Peters hatte Wadephul in seine Heimatregion Bay of Islands in der Nähe der Stadt Kerikeri auf der neuseeländischen Nordinsel eingeladen.
Wadephul sagte, Neuseeland sei neben dem Tor zum Pazifik auch das Tor zur Antarktis, «einem Kontinent, der zwar nicht jeden Tag die Nachrichten bei uns in Deutschland prägt, der aber immer stärker eine aussen- und sicherheitspolitische Rolle einnimmt». Deutschland arbeite bei der Antarktis-Forschung schon lange mit Neuseeland vertrauensvoll zusammen und wolle dies nun auf die nächste Stufe heben.
Antarktis-Erklärung: Frei von militärischen Massnahmen
Das deutsche Alfred-Wegener-Institut und das neuseeländische Antarktisprogramm Antarctica spielten dabei eine besondere Rolle, sagte Wadephul. In einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Antarktis-Erklärung betonen Deutschland und Neuseeland, man habe ein ausgeprägtes Interesse daran, die Integrität des Antarktis-Vertragssystems zu schützen, «damit dieser einzigartige Teil der Welt friedlich, frei von militärischen Massnahmen, auf unbestimmte Zeit frei von kommerziellem Bergbau und umfassend geschützt bleibt».
Freihandelsabkommen zwischen EU und Neuseeland seit 2024
Neuseeland und Deutschland kooperieren unter anderem in den Bereichen Forschung und Bildung. Deutschland ist Neuseelands wichtigster Handelspartner in der EU. Ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland trat im Mai 2024 in Kraft. Neuseeland bewegt sich aussenpolitisch auf einem schmalen Grat zwischen China als wichtigstem Handelspartner und den USA als massgeblichem Sicherheitsgaranten./bk/DP/jha
(AWP)
