Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die wichtige Meerenge durch Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Massnahmen zu blockieren, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans. Das iranische Vorgehen wird darin «aufs Schärfste» verurteilt.
Zudem signalisierten sie die Bereitschaft, zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region aktiv zu werden. «Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerengen zu gewährleisten», hiess es in der Erklärung weiter.
Moratorium auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur
Die USA und Israel, die mit ihren Angriffen auf den Iran den jüngsten Konflikt am Persischen Golf ausgelöst hatten, wurden in der Erklärung nicht erwähnt. Gefordert wurde jedoch ein «unverzügliches, umfassendes Moratorium» auf alle Angriffe gegen zivile Infrastruktur, einschliesslich Öl- und Gas-Anlagen. «Wir rufen alle Staaten auf, das Völkerrecht zu achten und die wesentlichen Grundprinzipien des globalen Wohlstands und der internationalen Sicherheit aufrechtzuerhalten», so die Erklärung weiter.
Die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, eine koordinierte Freigabe der strategischen Ölreserven zu bewilligen, begrüsse man, hiess es. Zudem sollen weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte getroffen werden, «auch durch Zusammenarbeit mit bestimmten Erzeugerländern im Hinblick auf eine Produktionssteigerung»./cmy/DP/men
(AWP)
