Laut einer am Freitag in Nürnberg veröffentlichten Studie der Konsumforschungsinstitute ist der Indikator für das Konsumklima im Juni auf minus 29,8 Punkte gestiegen, von zuvor revidiert minus 33,1 Punkten. Analysten hatten hingegen mit einer schwächeren Konsumlaune gerechnet und waren im Schnitt von einem Wert von minus 34,0 Punkten ausgegangen.

Die Anschaffungsneigung bleibe laut der Mitteilung trotz leichtem Anstieg weiter verhalten und die Sparneigung sei erneut leicht rückläufig. Zuletzt hatte das Konsumklima in Deutschland vor allem wegen des Krieges im Iran und seiner Folgen deutlich nach unten tendiert. «Die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten bleiben aber in der Grundtendenz bestehen und sind im Konsumklima weiterhin sichtbar», sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Da der Konflikt aber bisher nicht weiter eskaliere, wirke er sich derzeit nur bedingt auf die Verbraucherstimmung aus.

Mehrheit rechnet mit Verschlechterung der Situation

Die Mehrheit der Verbraucher rechne mit einer Verschlechterung der Situation in den nächsten zwölf Monaten. Ebenso gingen die Verbraucher von weiter steigenden Preisen aus. Dennoch sei die Sparneigung den dritten Monat in Folge leicht zurückgegangen - allerdings auf ein Niveau, das im langfristigen Vergleich noch immer hoch ist und nur knapp unter dem zu Jahresbeginn liegt.

Für die Studie haben die Nürnberger Konsumforscher zwischen 30. April und 11. Mai 2000 Menschen befragt. Auftraggeber für die Erhebung ist die EU-Kommission./dm/DP/jkr

(AWP)