Patentamts-Präsidentin: «Gutes Zeichen»
Als «immaterielle» Investitionen zählt die UN-Organisation Ausgaben für eine ganze Reihe unterschiedlichster Zwecke, die nicht unter die traditionelle Definition von Investitionen in neue Maschinen, Anlagen oder Fabriken fallen. Dazu gehören neben Forschung und Entwicklung und Software unter anderem noch Finanzprodukte, aber auch Design und Marken.
«Know-how und Schutzrechte des geistigen Eigentums sind immer entscheidendere Faktoren für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die globale Entwicklung des Wohlstands», sagte DPMA-Präsidentin Eva Schewior. «Dass Deutschland bei den Investitionen in immaterielles Vermögen zu den führenden Nationen gehört, ist ein gutes Zeichen.»
Die deutschen immateriellen Investitionen machten demnach 2025 11,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Das war demnach deutlich höher als der Anteil der traditionellen materiellen Investitionen, der bei 10,4 Prozent lag.
USA mit grossem Abstand in Führung
Die Berechnungen illustrieren aber auch zumindest indirekt die Probleme der deutschen Industrie. Spitzenreiter sind die USA, wo allein 2025 laut Wipo knapp fünf Billionen Dollar an immateriellen Investitionen getätigt wurden. Das war annähernd die Hälfte der weltweiten Gesamtsumme von zehn Billionen Dollar und sechsmal so viel wie im zweitplatzierten Japan (810 Milliarden).
Doch während die herkömmlichen materiellen Investitionen der Industrie in Deutschland laut Studie stagnieren, sind auch diese in den USA gestiegen. Die Bundesrepublik ist allerdings nicht das einzige Land, in dem die traditionellen Investitionen stagnieren: In Kanada ist die Entwicklung ähnlich, und in Japan sind sie laut Wipo sogar gesunken./cho/DP/mis
(AWP)
