Am späten Abend kostete ein Dollar mit 0,7680 Franken wieder etwas mehr als am späten Nachmittag (0,7646). Auch im Vergleich zum Euro legte der Greenback wieder minimal zu, der Euro kostete zuletzt noch 1,1896 nach 1,1905 Dollar vier Stunden davor. Der Euro machte entsprechend auch gegenüber dem Franken Boden gut: So notierte der Euro am späten Abend bei 0,9136 nach 0,9103 Franken, im Tiefpunkt (0,9095) am frühen Abend war der Kurs gar erstmals unter die Marke von 91 Rappen gefallen.

Auslöser der Dollarschwäche in den ersten zwei Handelstagen der Woche war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Montag. Demnach sollen chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der USA sollen angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit würde die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries sinken, worunter dann auch die US-Währung leidet.

Dies führte dazu, dass viel Geld aus dem Dollar nach Europa und damit in den Euro und in den Franken abfloss. Da der Franken im Gegensatz zum Euro eine vergleichsweise «kleine» Währung ist, stieg der Franken zum Dollar relativ gesehen stärker als der Euro, womit der Franken auch zur Gemeinschaftswährung zulegte. Am Markt wird das als sogenannter «Mokkatassen-Effekt» bezeichnet.

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(AWP)